Traumapädagogik und Traumafachberatung

Das Institut für Systemische Arbeiten ist Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Traumapädagogik. Diese Weiterbildung folgt des Standards der BAG Traumapädagogik.

Zugangsvoraussetzungen

Berufliches Arbeitsfeld, in dem die Umsetzung traumapädagogischer Arbeitsweisen möglich ist.

Abschluss

Voraussetzung für die Zertifizierung ist die Teilnahme an allen 6 Modulen sowie eine Projektvorstellung und zwei anonymi¬sierte Fallvorstellungen (je eine für den Bereich Traumazent¬rierte Fachberatung und Traumapädagogik), beides jeweils mündlich und schriftlich anhand eines vom ISA-Institut vorgegebenen Schemas vorzunehmen. Die Fallvorstellungen und das Projekt der Kandidat*innen sind durch Originaldoku¬mente zu belegen (z. B. Video- oder Tonbandaufnahme, Zeichnungen, Tagebuchnotizen o. A. der Klient*innen).

Umfang

120WE Grundkurs (12 Tage) - hinzukommen:

zusätzlich 30WE (insgesamt 150WE inkl. Grundkurs - 15 Tage) spezifisch für Abschluss Traumapädagogik zertifiziert durch die DeGPT

oder zusätzlich 30WE (insgesamt 150WE inkl. Grundkurs - 15 Tage) spezifisch für Abschluss traumazentrierte Fachberatung zertifiziert durch die DeGPT

oder Kombination beider (insgesamt 180WE - 18 Tage) für Abschluss Traumapädagogik & traumazentrierte Fachberatung zertifiziert durch die DeGPT =18 Tage

Ziele

Vermittlung allgemeiner und theoretischer Grundlagen der Psychotraumatologie und Traumatherapie, Entstehung von Traumata und ihre Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung.
Neben der Vermittlung des theoretischen Wissens wird ein breites Spektrum an erprobten Handlungsmöglichkeiten und Strategien auf die pädagogische Arbeit übertragen. Interventionsmöglich-keiten wie z. B. Sicherer Ort, Stabilisierung, Ressourcen und Ziel¬arbeit bilden die Grundlage für mehr Sicherheit im Umgang mit posttraumatischen Symptomen und deren Auswirkungen und Folgen auf Beziehungsdynamiken.
Der persönliche Lernprozess wird unterstützt durch Selbstreflexion und Supervision.
Vermittlung allgemeiner und theoretischer Grundlagen der Psychotraumatologie und Traumatherapie, Entstehung von Traumata und ihre Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung.

Die Supervisionseinheiten dienen der Reflexion des Wissens sowie der persönlichen Sicherheit im Umgang mit Menschen, die von einer psychischen Traumatisierung betroffen sind. Begleitend wird empfohlen, zu einem der Themenschwerpunkte eine praktische Umsetzung in der jeweiligen Einrichtung als Projekt durchzuführen und zu beschreiben.

Methoden

Methodenvielfalt durch Vermittlung, Demonstrationen, Rollenspiele, Kleingruppenarbeit, Videosequenzen und Reflexion. Erlebnispädagogisches Gestalten zu Notfallkoffer, Sport, Theater und Musik.

Inhalte

  • Geschichte der Psychotraumatologie
  • Grundlagen der Neurophysiologie von Stress und Traumaverarbeitung
  • Neuroplastizität und Gedächtnisbildung
  • Traumadefinitionen – Diagnostik
  • Vorstellung des vierphasigen KReST Modells
  • Imaginationsübungen, Notfallkoffer, Distanzierungstechniken, Selbsterfahrung
  • die „Pädagogik des sicheren Ortes“
  • Anamnesegrundlagen für Pädagog*innen
  • Grundlagen der pädagogischen Haltung
  • entwicklungspsychologische Aspekte
  • Grundlagen zu Bindung und Resilienz
  • Stabilisierungs- und Ressourceninstallation
  • Förderung der Selbstwirksamkeit
  • Arbeit mit Selbstkonzepten - Positive Life Events
  • Regulierung der Impuls- und Affektsteuerung
  • Akut-Traumata – Grundlagen notfallpsychologischer Handlungskonzepte
  • Trauma im System Familie - das „Konzept des guten Grundes“
  • Verschiedene pädagogische Interventionen wie „Teile-Arbeit“ (Umgang mit Anteilen der Persönlichkeit), Arbeit auf der „Inneren Bühne“, Traumaerzählgeschichten
  • Traumaverarbeitung und Integration im Beratungs- und pädagogischen Kontext
  • Trauer und Verlust, Abschied nehmen, Sinnfragen
  • rechtliche Grundlagen; Selbstfürsorge
  • Supervisionseinheiten
  • Umgang mit minderjährigen traumatisierten Menschen mit Fluchterfahrung.

Kosten

2450.-€ Förderfähig durch die SAB!

Anmeldung / Termine:

Die aktuellen Termine finden Sie auf unserer Terminseite.


Anfragen zur Weiterbildung:
Institut für Systemische Arbeiten
Matthias Freitag
Michaelstr. 37
09116 Chemnitz
Tel. 0178/8831110
Fax 032223728743
E-mail: office@mfreitag.de
E-mail: preussner@isa-chemnitz.de

Diese Weiterbildung ist auch als Inhouse-Weiterbildung buchbar.
Konditionen, Referenzen sowie Dokumentationen von abgeschlossenen Kursen auf Anfrage.

Letzte Aktualisierung: March 5th, 2019