DeGPT FVTP Traumapädagogik und traumazentrierte Fachberatung

Flyer 2021 hier
Flyer 2022 hier

Das Institut für Systemische Arbeiten ist Mitglied des Fachverbands Traumapädagogik. Unsere Weiterbildung ist nach dem Curriculum Traumapädagogik und traumazentrierte Fachberatung des Fachverbandes Traumapädagogik und der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie e.V. (www.degpt.de) und dem Fachverband Traumapädagogik (www.fachverband-traumapaedagogik.org/ Curriculum: https://www.degpt.de/curricula/traumap%C3%A4dagogik-und-traumazentrierte-fachberatung.html) zertifiziert.

Zugangsvoraussetzungen:
Berufliches Arbeitsfeld, in dem die Umsetzung traumapädagogischer Arbeitsweisen möglich ist.

Abschluss:
Voraussetzung für die Zertifizierung ist die Teilnahme an allen 6 Modulen sowie eine Projektvorstellung und zwei anonymisierte Fallvorstellungen (je eine für den Bereich Traumazentrierte Fachberatung und Traumapädagogik), beides jeweils mündlich und schriftlich anhand eines vom ISA-Institut vorgegebenen Schemas vorzunehmen. Die Fallvorstellungen und das Projekt der Kandidat*innen sind durch Originaldokumente zu belegen (z. B. Video- oder Tonbandaufnahme, Zeichnungen, Tagebuchnotizen o. A. der Klient*innen).

Umfang:

120WE Grundkurs (12 Tage) . Hinzu kommen:

  • zusätzlich 30WE (insgesamt 150WE inkl. Grundkurs - 15 Tage) spezifisch für Abschluss Traumapädagogik zertifiziert durch die DeGPT
  • oder zusätzlich 30WE (insgesamt 150WE inkl. Grundkurs - 15 Tage) spezifisch für Abschluss traumazentrierte Fachberatung zertifiziert durch die DeGPT
  • oder Kombination beider (insgesamt 180WE - 18 Tage) für Abschluss Traumapädagogik & traumazentrierte Fachberatung zertifiziert durch die DeGPT =18 Tage
  • ab 2022 bieten wir 20 UE zusätzliche Supervision an.

Ziele:
Vermittlung allgemeiner und theoretischer Grundlagen der Psychotraumatologie und Traumatherapie, Entstehung von Traumata und ihre Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung.
Neben der Vermittlung des theoretischen Wissens wird ein breites Spektrum an erprobten Handlungsmöglichkeiten und Strategien auf die pädagogische Arbeit übertragen. Interventionsmöglich-keiten wie z. B. Sicherer Ort, Stabilisierung, Ressourcen und Zielarbeit bilden die Grundlage für mehr Sicherheit im Umgang mit posttraumatischen Symptomen und deren Auswirkungen und Folgen auf Beziehungsdynamiken.
Der persönliche Lernprozess wird unterstützt durch Selbstreflexion und Supervision.
Vermittlung allgemeiner und theoretischer Grundlagen der Psychotraumatologie und Traumatherapie, Entstehung von Traumata und ihre Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung. Die Supervisionseinheiten dienen der Reflexion des Wissens sowie der persönlichen Sicherheit im Umgang mit Menschen, die von einer psychischen Traumatisierung betroffen sind. Begleitend wird empfohlen, zu einem der Themenschwerpunkte eine praktische Umsetzung in der jeweiligen Einrichtung als Projekt durchzuführen und zu beschreiben.

Methoden:
Methodenvielfalt durch Vermittlung, Demonstrationen, Rollenspiele, Kleingruppenarbeit, Videosequenzen und Reflexion. Erlebnispädagogisches Gestalten zu Notfallkoffer, Sport, Theater und Musik.

Inhalte:

  • Geschichte der Psychotraumatologie
  • Grundlagen der Neurophysiologie von Stress und Traumaverarbeitung
  • Neuroplastizität und Gedächtnisbildung
  • Traumadefinitionen – Diagnostik
  • Vorstellung des vierphasigen KReST Modells
  • Imaginationsübungen, Notfallkoffer, Distanzierungstechniken, Selbsterfahrung
  • die „Pädagogik des sicheren Ortes“
  • Anamnesegrundlagen für Pädagog*innen
  • Grundlagen der pädagogischen Haltung
  • entwicklungspsychologische Aspekte
  • Grundlagen zu Bindung und Resilienz
  • Stabilisierungs- und Ressourceninstallation
  • Förderung der Selbstwirksamkeit
  • Arbeit mit Selbstkonzepten - Positive Life Events
  • Regulierung der Impuls- und Affektsteuerung
  • Akut-Traumata – Grundlagen notfallpsychologischer Handlungskonzepte
  • Trauma im System Familie - das „Konzept des guten Grundes“
  • Verschiedene pädagogische Interventionen wie „Teile-Arbeit“ (Umgang mit Anteilen der Persönlichkeit), Arbeit auf der „Inneren Bühne“, Traumaerzählgeschichten
  • Traumaverarbeitung und Integration im Beratungs- und pädagogischen Kontext
  • Trauer und Verlust, Abschied nehmen, Sinnfragen
  • rechtliche Grundlagen; Selbstfürsorge
  • Supervisionseinheiten
  • Umgang mit minderjährigen traumatisierten Menschen mit Fluchterfahrung.

Kosten:

2450.-€ (2021), 2850.-€ (2022, 20 UE zusätzlich Supervision) Förderfähig durch die SAB!

Anmeldung / Termine:

  • Die aktuellen Termine finden Sie auf unserer Terminseite.
  • für eine verbindliche Anmeldung nutzen Sie bitte unseren Anmeldebogen
  • für Anfragen melden Sie sich bitte per Mail buse@isa-chemnitz.de oder telefonisch unter +49 176 320 33 2 76

Letzte Aktualisierung: August 26th, 2021