ISA Franken

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Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung

2019 bis 2021 - diese Weiterbildung ist ausgebucht

Lebensgeschichtlich belastete Mädchen und Jungen stellen besondere Herausforderung an die in der Kinder- und Jugendhilfe und Bildungseinrichtungen tätigen Fachpersonen. Vergangene traumatische Lebenserfahrungen der Kinder und Jugendlichen haben Auswirkungen auf ihr gegenwärtiges Erleben, ihre Erwartungen und ihre Beziehungsgestaltung. Deshalb wird eine Aufspaltung - Bewältigung von traumatischen Ereignissen geschieht in der Therapie, die Pädagogik ist Alltagsbewältigung den Mädchen und Jungen nicht gerecht. In unseren Inhalten und Methoden beziehen wir uns konsequent auf die Weiterentwicklung traumapädagogischer Inhalte des Fachverbandes Traumapädaogik, wie z. B. die Standards für traumapädagogische Konzepte in der stationären Kinder- und Jugendhilfe. Grundlage unserer Auseinandersetzung mit Diagnostik ist das Positionspapier des Fachverbandes zum Traumapädagogisch diagnostischem Verstehen. Die Expert*innenschaft der Mädchen und Jungen für herausfordernde Lebensumstände wurde von den Referentinnen Anja Sauerer und Wilma Weiß mitentwickelt, die gemeinsame mit Mädchen und jungen Frauen das erste Fachbuch über traumatische Lebensumstände und was es braucht, dies zu bewältigen, geschrieben haben.

Diese Reihe bietet im Rahmen von 9 Modulen, 27 Tagen, 270 Unterrichtseinheiten (UE à 45 min) eine theoretisch fundierte und praxisorientierte Zusatzqualifikation für in der Kinder- und Jugendhilfe tätige Fachpersonen. Da wir besonderen Wert auf den Einbezug der Erfahrungen der Teilnehmer*innen aus der Praxis, die Implementierung in die jeweiligen Arbeitsbereiche, die Selbstreflexion und Persönlichkeitsentwicklung der Teilnehmer*innen legen und wir die Weiterbildung erweitert haben, bietet diese Weiterbildung 90 UE mehr, als in den Mindeststandards der DeGPT/FV TP (180) vorgesehen (detailliertes Curriculum auf der Homepage des Fachverbandes Traumapädagogik).

Allgemeines:

Unsere Weiterbildung ist nach dem Curriculum Traumapädagogik und traumazentrierte Fachberatung des Fachverbandes Traumapädagogik und der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie e.V. (www.degpt.de) und dem Fachverband Traumapädagogik (www.fachverband-traumapaedagogik.org/ Curriculum: https://www.degpt.de/curricula/traumap%C3%A4dagogik-und-traumazentrierte-fachberatung.html) zertifiziert.

Inhalte der Weiterbildung (Überblick):

  • Theorie: Einführung und Geschichte der Psychotraumatologie; Traumazentrierten Arbeitsfeldern, Konzepte psychischer Traumatisierung; Kindheitstraumata; Traumaverarbeitung im zeitlichen Längsschnitt; Traumafolgeproblematiken; Phasen-Modelle traumazentrierter Intervention; traumaspezifischen Behandlungsverfahren
  • Zentrale Aspekte traumasensibler Arbeit: Haltung, Zusammenarbeit, Basisstrategien, Selbstfürsorge, Mitarbeiter*innenfürsorge
  • Praxis und Reflexion: der eigenen beruflichen Rolle, Beziehungsgestaltung, Selbsterfahrung
  • Stabilisierung (individuell und milieu- bzw. kulturspezifisch): Strukturelle Voraussetzungen für Stabilisierung; Körperliche Stabilisierung; Soziale Stabilisierung; Psychische Stabilisierung und Affektregulation, Kriseninterventionen
  • Unterstützung und Begleitung spontaner Traumaverarbeitungsprozesse
  • Traumazentrierte Fachberatung: Grundlagen, spez. Person- und Settingvariablen
  • Traumapädagogik: Entstehung, Konzepte, Haltung, Basisstrategien, Thema Beziehung, Übertragung, Stabilisierung, Gruppen und Trauma, transgenerationale Weitergabe, Umgang mit störungswertiger Dissoziation, Elternarbeit

Teilnahmevoraussetzungen

Abgeschlossene Berufsausbildung (Fachschulen) sozialadministrativer, erzieherischer oder pflegerischer Berufe (insbesondere Erzieher*innen, Pflegefachkräfte, Hebammen, Ergotherapeut*innen, Physiotherapeut*innen, Logopäd*innen o.Ä.) oder Hochschul- und Fachhochschul-absolvent*innen mit psychologischen, pädagogischen und verwandten Abschlüssen, z.B. Dipl.-Psycholog*innen und Ärzt*innen, Dipl.-Pädagog*innen, Dipl.-Sozialarbeiter*innen und Dipl.-Sozialpädagog*innen, Dipl.-Heilpädagog*innen, Sonder-Pädagog*innen, Lehrer*innen, Dipl.-Theolog*innen, Dipl.-Soziolog*innen oder analoge Abschlüsse (BA, MA).
Mindestens dreijährige Berufserfahrung in einem relevanten Praxisfeld für alle Berufsgruppen (dazu zählen auch Praktika und Anerkennungsjahre) – bis zum Ende der Weiterbildung erreicht!

Die Referent*innen:

Rita Maria Freitag, Diplom-Sozialpädagogin (FH), Systemische Beraterin und Therapeutin (SG), Supervisorin (DGSv), Lehrtherapeutin (SG), Dozentin (DGsP), Hypnotherapeutin (n.R. M.E.G.), Erzieherin, Dozentin an Fachakademie, 1997 bis 2017 Beraterin in Erziehungsberatungsstelle (ein Schwerpunkt: Traumatisierte Kinder und Jugendliche), seit 2004 Leitung ISA, seit 2017 Prokuristin GfSA ISA GmbH & Co. KG.

Wilma Weiß, Diplom-Pädagogin, Diplom-Sozialpädagogin; seit 1974 Arbeit mit traumatisierten Mädchen und Jungen in verschiedenen Arbeitsfeldern der Jugendhilfe, Weiterbildung in frauenspezifischer Sozialtherapie, struktureller Familientherapie und Traumaverarbeitung nach sexuellem Missbrauch; Kursleiterin der Deutschen Qigonggesellschaft; Mitbegründerin des Zentrums für Traumapädagogik Hanau, Gründerin (gemeinsam mit Martin Kühn) der BAG Traumapädagogik, Mitglied im Expert*innenrat und im Vorstand des Fachverbandes Traumapädagogik, Fachbuchautorin.

Matthias Freitag, Diplom-Psychologe (Univ.), Fachpsychologe für Klinische Psychologie und Psychotherapie (BDP), Systemischer Berater und Therapeut, Lehrtherapeut (SG), Dozent (DGsP), Supervisor (SG). Arbeitet seit 10 Jahren als Berater in sozialarbeiterischen Projekten u.a. zum Thema „Schuldistanzierte“ und „Arbeitsmarktferne Kunden U25“ mit Jugendlichen mit PTBS Diagnosen. Seit 2004 Leiter ISA, seit 2017 Geschäftsführer GfSA ISA GmbH & Co. KG.

Anja Sauerer, Diplom-Sozialpädagogin (FH), Systemische Beraterin (DGsP), ausgebildet im Sozialtherapeutischen Rollenspiel (ASIS - Adelheid Stein Institut für Sozialtherapeutisches Rollenspiel STR e.V.) und Traumapädagogin (DeGPT - Fachverband Traumapädagogik). Von 2005 bis 2013 Erziehungsleiterin, seit 2014 Geschäftsführerin und Gesamtleiterin der Antonia-Werr-Zentrum GmbH, Erzieherin. Seit 2008 Dozentin für das ISA.

Termine - 2019 WÜ TP

  • 1 14.02.-16.02.2019
  • 2 20.05.-22.05.2019
  • 3 13.11.-15.11.2019
  • 4 12.02.-14.02.2020
  • 5 14.05.-15.05.2020
  • 6 21.10.-23.10.2020
  • 7 20.01.-22.01.2021
  • 8 21.04.-23.04.2021
  • 9 07.07.-10.07.2021

Letzte Aktualisierung: July 3rd, 2019